Der Jagd wird häufig ein Imageproblem nachgesagt: Zu lange habe sie ihre Leistungen nicht ausreichend kommuniziert und Öffentlichkeitsarbeit nicht prioritär betrieben. Aktuelle Umfrageergebnisse zeichnen jedoch ein deutlich positives Bild. Ganze 85% der Befragten sind sich des positiven Nutzens der Jagd für Österreich bewusst.

Die Umfrage wurde im Dezember 2025 vom Institut für Demoskopie & Datenanalyse (IFDD) unter wahlberechtigten Österreicherinnen und Österreichern durchgeführt. Sie liefert ein aktuelles Stimmungsbild zu Jagd, Wildbret sowie zur Öffentlichkeitsarbeit des Dachverbandes Jagd Österreich. Darüber hinaus wurden demografische Unterschiede und Wahrnehmungen in verschiedenen Altersgruppen analysiert.

Junge Menschen stehen Wildbret besonders positiv gegenüber

Besonders erfreulich ist die Haltung junger Menschen: 84 Prozent der unter 30-Jährigen bewerten Wildbret positiv. Auch in den übrigen Altersgruppen genießt das nachhaltige Lebensmittel ein hohes Ansehen – insgesamt stehen 80 Prozent der Befragten Wildbret positiv gegenüber.

Auch in weiteren Themenfeldern erzielt die Jagd hohe Zustimmungswerte:

  • 79 Prozent bestätigen den Beitrag der Jagd zum Naturschutz.
  • 78 Prozent sehen einen klaren Nutzen für Land- und Forstwirtschaft.

Meinungsforscher Christoph Haselmayer vom IFDD bringt die Ergebnisse auf den Punkt: „Wenn Wildfleisch kandidieren würde, hätte es in Österreich gute Chancen und dadurch wird auch die Einstellung gegenüber der Jagd positiver“.

Stetiger Anstieg der gesellschaftlichen Akzeptanz

Bemerkenswert ist die kontinuierlich steigende soziale Akzeptanz der Jagd in Österreich. Auf die Frage „Unabhängig von Ihrer persönlichen Meinung zur Jagd: Gestehen Sie es anderen Menschen in Ihrem Land zu, zu jagen, wenn sie dies gemäß den geltenden Jagdgesetzen und -vorschriften tun?“ antworteten 2023 noch 71 Prozent zustimmend – im Dezember 2025 bereits 85 Prozent.

Ebenfalls 85 Prozent Zustimmung erhielt die Aussage: „Die Jagd ist etwas Positives, wenn sie verantwortungsvoll und ethisch ausgeübt wird.“

Auch die Akzeptanz jagdlicher Andenken im Rahmen einer nachhaltigen Jagd steigt deutlich. Während 2023 noch 70 Prozent zustimmten, lag die Zustimmung zur Frage nach dem Behalten eines Teils eines legal erlegten Tieres als Andenken 2025 bereits bei 84 Prozent – vorausgesetzt, die Jagd erfolgt gesetzeskonform und leistet einen Beitrag zum Naturschutz.

Jörg Binder, Generalsekretär von Jagd Österreich, Lutz Molter, Generalsekretär-Stellvertreter, und Toni Larcher, Landesjägermeister von Tirol und Präsident von Jagd Österreich 2026, erklären gemeinsam:

„Die konstant positive Entwicklung der Umfragewerte bestätigt unseren eingeschlagenen Weg in der Öffentlichkeitsarbeit. In den vergangenen Jahren haben wir verstärkt auf Aufklärung, Dialog sowie Präsenz in sozialen Medien und digitalen Formaten gesetzt. Gleichzeitig sprechen diese Ergebnisse für die gewissenhafte Arbeit unserer Jägerinnen und Jäger – sie prägen das Bild der Jagd in der Gesellschaft mehr als jede Kampagne.“