Wildkaninchen

Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) sind kleiner, wirken gedrungener, haben kürzere Hinterläufe als die Feldhasen und erreichen ein Gewicht von 1-2 Kilo. Im Gegensatz zu den Hasen, haben Kaninchen keine schwarzen Löffelspitzen und die Löffel sind stets deutlich kürzer als der Kopf. Ihr Balg ist oberseits sandfarben mit einem rostbraunen Nacken, die Bauchseite hellgrau. Die Blume ist unterseits weiß, oberseits schwarz. Sie leben in größeren Kolonien, die sich wiederum aus Gruppen von bis zu 12 Tieren zusammensetzen. In diesen Gruppen gibt es eine soziale Rangordnung, wobei ein „Platzrammler“ die höchste Stellung einnimmt. Diese Tiere graben und bewohnen ein unterirdisches Bausystem mit Röhren.

Fortpflanzung / Paarungszeit:

Kaninchen neigen stark zur Massenvermehrung, daher stammt auch die Redewendung „vermehren sich wie die Karnickel“. Jedes Weibchen kann bis zu viermal jährlich 4 – 10 nackte, blinde Junge setzen. Die Geschlechtsreife erreichen sie etwa mit 5-8 Monaten und die Rammelzeit währt von Februar – September.

Ernährung:

Das Wildkaninchen ist weniger wählerisch als der Feldhase. Sie ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Wurzeln, Knospen, Rinde oder Kulturpflanzen (Rüben, Getreide). In Obst- und Forstkulturen kann es durch das Abnagen der Rinde zu Schäden kommen.

Verbreitung:

Ursprünglich kommt das Wildkaninchen im westlichen Nordafrika der Iberischen Halbinsel und in Teilen Südfrankreichs vor. Die gegenwärtige Verbreitung ist auf den Menschen zurückzuführen. Schon in vorchristlicher Zeit wurden Kaninchen gezüchtet und in verschiedenste Gebiete gebracht. In Österreich kommt es vor allem in den östlichen Regionen vor. Sie bevorzugen trockene, warme Gebiete mit lockeren Böden bis zu einer Seehöhe von etwa 600 Meter. Die Nähe zum Bau wird bevorzugt, daher haben sie nur kleine Streifgebiete.