Fischotter

Der Fischotter (Lutra lutra), lebt in der Regel als Einzelgänger und ist dämmerungs- und nachtaktiv. Typisch ist die massige durchgehend muskulöse und dichtbehaarte Rute, ebenso wie die Zehen, die mit Schwimmhäuten verbunden sind. Der kräftige Schwanz misst ungefähr ein Drittel der Gesamtkörperlänge. Fischotter können nahezu lautlos schwimmen und dabei alle Geräusche und Gerüche wahrnehmen. Während sich der übrige Körper im Wasser befindet, liegen Ohren, Nase und Augen auf einer Linie kurz oberhalb des Wasserspiegels.

Fortpflanzung / Paarungszeit:

Der Fischotter hat keine fix festgelegte Paarungszeit, weshalb Junge das ganze Jahr über zur Welt kommen können. Nach rund zwei Monaten Tragzeit werfen die Weibchen bis zu fünf, meist ein bis drei Junge im Schutz einer gut versteckten Höhle. Die Jungen werden rund drei Monate lang gesäugt, begleiten ihre Mutter aber bereits mit sechs Wochen gelegentlich auch ins Wasser. Die Männchen beteiligen sich nicht an der Jungenaufzucht. Etwa ein Jahr bleiben sie im mütterlichen Aktionsraum bevor sie sich eigene Streifgebiete erkunden. Mit etwa zwei Jahren werden Fischotter geschlechtsreif.

Ernährung:

Auf dem Speiseplan ganz oben stehen Fische aller Art, aber auch Amphibien, Wasservögel, kleine Säugetiere, Krebse und Wirbellose wie Schnecken und Insekten. Er stöbert auf dem Gewässergrund unter Steinen und Totholz nach Nahrung. Seine langen Tasthaare helfen ihm dabei, auch kleine Beutetiere aufzuspüren. Bis zu sieben Minuten bleibt er dafür unter Wasser. Unverdauliche Nahrungsbestandteile, wie Fischschuppen, Gräten und Knochen werden mit dem Kot ausgeschieden.

Verbreitung:

Das Verbreitungsgebiet des Fischotters erstreckt sich auf ganz Europa und Asien bis über den nördlichen Polarkreis hinaus. In Österreich ist der Fischotter mittlerweile wieder in allen Bundesländern bis auf Tirol und Vorarlberg heimisch und hat zum Teil auch wieder größere Bestände aufgebaut. Dadurch er in erster Linie ein Fischfresser ist, bevorzugt er fischreiche Gewässer.