Goldschakal

Der Goldschakal (Canis aureus) zählt zu den mittelgroßen Karnivoren aus der Familie der Canidae und gleicht im Aussehen einem fuchsähnlichen, hochbeinigen Hund, wobei die Färbung sehr unterschiedlich sein kann (rötlich bis gelbbraun und grau). Seine braune Gesichtsmaske wird von einer deutlichen weißen Zeichnung um das Maul und am Hals geprägt. Ein typisches Merkmal für den Schakal, dass aber nicht immer vorhanden sein muss, ist die Verschmelzung der mittleren Zehenballen im hinteren Drittel. Außerdem ist die Rute wesentlich kürzer als die Lunte eines Fuchses.

Fortpflanzung / Paarungszeit:

Die Ranz fällt in die Monate Jänner und Februar. Die Fähe trägt ca. 60 Tage und wirft zumeist vier bis fünf Jungtiere. Die Jungen werden meist in selbst gegrabenen Bauen zur Welt gebracht. Von diesen Jungen verbleibt in der Regel eines bei den Eltern, um bei der Pflege des nächsten Nachwuchses mitzuhelfen. Der zumeist dämmerungs- und nachtaktive Goldschakal lebt in einem flexiblen Sozialsystem, in dem jedoch die Partner ein Leben lang zusammenbleiben, ihr Territorium gemeinsam markieren und auch gemeinsam auf die Jagd gehen.

Ernährung:

Der Goldschakal ist ein Nahrungsgeneralist und Opportunist, der sich sehr gut an die Saison, das Habitat und die verfügbaren Ressourcen anpassen kann. Hauptbeute sind kleine bis mittelgroße Säugetiere, ebenso Amphibien, Insekten, Fische, häufig Kadaver, pflanzliche Nahrung oder anthropogene Nahrungsressourcen (Schlachtabfälle). In stark bejagten Gebieten nutzt der Goldschakal als Hauptnahrung zurückgelassenen Aufbruch oder Aas nicht gefundener Huftiere.

Verbreitung:

Das Verbreitungsgebiet in Europa reicht von der Türkei bis nach Österreich. Seit 1987 gibt es vereinzelte Goldschakalnachweise in Österreich und 2007 wurde im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel die erste Reproduktion gemeldet. Der Goldschakal bevorzugt Feuchtgebiete mit dichter Vegetation und schwer durchdringbaren Unterwuchs.