Iltis

Der zur Familie der Marderartigen zählende Iltis (Mustela putorius) ist vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Er lebt einzelgängerisch in Streifgebieten, die markiert werden. Rüden werden zwischen 1 und 1,5 Kilo schwer, Fähen nur rund 0,75 Kilo. Charakteristisch ist vor allem die Gesichtsmaske. Zwischen Sehern und Gehören setzen sich helle weißliche Streifen vom sonst dunkelbraunen Kopf ab. Außerdem sind die Gehöre, das Kinn und die Umgebung der Nase weißlich eingesäumt. Bei Bedrohung oder Aufregung entleert der Iltis sein stark riechendes Analdrüsensekret, was manchen Feind vom Angriff abhält. Der Iltis gräbt seine Baue selten selbst, sondern nutzt Fuchs-, Dachs- oder Kaninchenbaue.

Fortpflanzung / Paarungszeit:

Der Schwerpunkt der Ranz ist in den Monaten März – Juni. Die Tragzeit dauert rund 40 Tage, wobei durschnittlich 4-7 Jungtiere geboren werden. Die Jungen kommen blind zur Welt, öffnen erst nach 1 Monat die Augen und verlassen nach rund 5 Wochen das erste Mal das Nest. Nach etwa 2 Monaten werden sie entwöhnt und beginnen selbst Beute zu fangen. Nach 3 Monaten sind sie bereits selbstständig und am Ende des ersten Jahres geschlechtsreif.

Ernährung:

Bei der Beutesuche spielt vor allem der Gehör- und Geruchsinn eine Rolle. Der Iltis sucht seine Beute am Boden und tötet sie mit Bissen in die Schädelbasis oder in den Nacken. Die Hauptnahrungsquellen sind kleine Nager, wie Mäuse, Ratten oder Hamster, aber auch Hasen, Vögel, Eier oder Aas zählen zu seinem Beutespektrum. Typisch für den Iltis ist das Anlegen von Vorräten.

Verbreitung:

Der Iltis kommt in ganz Europa bis hinauf in eine Höhe von 1.500 Meter Seehöhe vor. Er meidet große geschlossene Waldgebiete und bevorzugt vor allem Waldrandzonen sowie Feuchtgebiete. Im Winter wird er auch in der Nähe menschlicher Siedlungen angetroffen. Im äußersten Osten Österreichs kommt noch eine Unterart, nämlich der Steppeniltis (Mustela eversmanni), vor, der heller ist.