Kleines Wiesel (Mauswiesel)

Das Mauswiesel (Mustela nivalis) zählt, ebenso wie sein größerer Verwandter das große Wiesel (Hermelin), zur Familie der Marderartigen. Es ist das kleinste Raubsäugetier in unseren Breiten und weist eine ungewöhnliche Färbung und Körpergröße auf. In tieferen Lagen ist das Haarkleid im Sommer als auch im Winter oberseits braun, die Unterseite weißlich, die Trennlinie dazwischen – im Gegensatz zum Hermelin – zackig und nicht scharf. Im Hochgebirge und in nördlichen Breiten färben Mauswiesel sich in ein rein weißes Winterkleid um. Es besteht ein sehr starker Größenunterschied zwischen Rüde und Fähe. Mauswiesel sind tag- und nachtaktiv, außerdem können sie gut klettern und schwimmen.

Fortpflanzung / Paarungszeit:

Die Hauptranzzeit fällt in die Monate April und Mai, wobei die Intensität und die Dauer der Fortpflanzungstätigkeit stark von der Nahrungsverfügbarkeit abhängig ist. In Mastjahren können Fähen bis zu 2 Würfe setzen, wobei nach 5 Wochen Tragzeit, ca. 3-10 Jungtiere geboren werden. Die Jungen sind Nesthocker und nach ungefähr 3 Monaten selbstständig.

Ernährung:

Das Kleine Wiesel ist ein extremer Nahrungsspezialist: hauptsächlich Kleinsäuger – vor allem, aber Mäuse sind die Hauptnahrungsquelle. Auch das Mauswiesel legt bei überschüssigen Angebot Nahrungsdepots an.

Verbreitung:

Mauswiesel kommen bis über die Waldgrenze hinauf vor, meiden jedoch große geschlossene Waldgebiete. Sie bevorzugen abwechslungsreiches Gelände mit Wiesen und Hecken; insbesondere in landwirtschaftlich genutzten Gebieten erreichen sie im Sommer hohe Populationsdichten. Gerne halten sie sich auch in der Nähe von Wirtschaftsgebäuden auf.