Jagd zum Anfassen beim ernte.dank.festival 2026
Am 12. und 13. September 2026 verwandelte sich der Wiener Heldenplatz erneut in eine Bühne für die heimische Land- und Forstwirtschaft. Jagd Österreich und die Jagd Burgenland vermittelten dabei Wissen über Wildtiere, Lebensräume und die Aufgaben der Jägerschaft – besonders anschaulich beim Bildungstag für Wiener Volksschulklassen.
Das ernte.dank.festival. brachte auch 2026 die Vielfalt des ländlichen Raums mitten in die Bundeshauptstadt. Zahlreiche Erlebnisstationen, regionale Köstlichkeiten und ein abwechslungsreiches Programm machten Land- und Forstwirtschaft für die Besucherinnen und Besucher unmittelbar erlebbar. Trotz wechselhafter Witterung strömten am Wochenende zahlreiche Menschen auf den Heldenplatz.
Jagd Österreich war mit einem eigenen Stand vertreten und informierte über die vielfältigen Aufgaben der Jagd, heimisches Wildbret sowie die Plattform „Wildes Österreich“. Gemeinsam mit der Jagd Burgenland wurde besonders jungen Besucherinnen und Besuchern ein unmittelbarer Zugang zur heimischen Tierwelt ermöglicht.

Jagd zum Anfassen: Das Rehkitzpräparat fand bei den Volksschulkindern besonders hohen Anklang.
Wissbegierige Kinder trotz Regenwetters
Bereits am Freitag vor dem Festivalwochenende fand der Bildungstag mit Wiener Volksschulklassen statt. Regen und Wind konnten die gute Stimmung kaum trüben: Die Kinder kamen fröhlich, motiviert und voller Fragen zum Stand von Jagd Österreich und zum Wildtieranhänger der „Werkstatt Natur“ der Jagd Burgenland.
Dort konnten sie zahlreiche heimische Wildtiere aus nächster Nähe betrachten und die Präparate auch vorsichtig berühren. Berührungsängste gab es kaum. Besonders beliebt war das Rehkitz, doch auch der ausgewachsene Wildschweinkeiler, der Rothirsch, das Eichhörnchen und weitere Tierpräparate zogen die Aufmerksamkeit der jungen Gäste auf sich.
Anhand des Rehkitzes erklärte Max von der Jagd Burgenland, wie Jägerinnen und Jäger gemeinsam mit Landwirtinnen und Landwirten bei der Kitzrettung vorgehen. Vor der Mahd werden Wiesen nach abgelegten Jungtieren abgesucht – häufig auch mithilfe von Drohnen mit Wärmebildkameras. So können Rehkitze rechtzeitig aus der Gefahrenzone gebracht werden.
Auch der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur wurde anschaulich vermittelt: Ein Präparat mit einem Marder und zerdrückten Getränkedosen zeigte, welche Gefahren achtlos weggeworfener Müll für Wildtiere birgt. Verpackungen, Dosen und andere Abfälle können Wildtiere verletzen und zu einer ernsthaften Gefahr für sie werden.
Die Fragen rund um Wildtiere und Jagd schienen dabei kaum abzureißen, auch angeregt über Bilder der Kampagne von Jagd Österreich, die einen Jäger im Porträt und einen anderen auf einem Hochstand zeigen: Welche Feder trägt der Jäger auf seinem Hut? Was ist eine Erpellocke, was ein Dachsbart? Wo sitzt der Jäger und wo schaut er hin? Daraus ergaben sich viele weitere Fragen und Gesprächsthemen mit den Volksschulkindern. Die große Neugier zeigte, wie viel Interesse an der heimischen Tierwelt vorhanden ist, wenn Wissen altersgerecht und unmittelbar vermittelt wird.
Vielfältiges Programm am Heldenplatz
Am Festivalwochenende bot das ernte.dank.festival. ein abwechslungsreiches Programm rund um die heimische Land- und Forstwirtschaft. Dazu gehörten unter anderem Musik und Brauchtum, regionale Kulinarik, wo auch Wildbret seinen Auftritt fand, Bauern- und Genussmärkte, Landmaschinen und Oldtimer-Traktoren sowie Vorführungen in der Forstarena. Zu den Höhepunkten am Sonntag zählten die Erntedank-Festmesse, der Erntesegen und der Erntedankumzug.
Eng mit der Land- und Forstwirtschaft verbunden, fand auch die Jagd Anklang: Besucher und Touristen informierten sich am Stand von Jagd Österreich, ebenso nutzten Jäger aus verschiedenen österreichischen Bundesländern die Gelegenheit, vorbeizuschauen und sich persönlich auszutauschen.
Bilder für diesen Beitrag: © Michaela Landbauer, Jagd Österreich | © ÖSF-Praxmarer








