Waschbär

Der Waschbär (Procyon lotor) ist ein Kleinbär mit dichtem, überwiegend grauem Balg und deutlich hervortretender schwarzer Gesichtsmaske. Die rund 30 Zentimeter lange Rute weist dunkle Ringe auf. Typisch ist der „Katzenbuckel“, der den Waschbären meist höher wirken lässt. Sie erreichen ein Gewicht von 5-8 Kilo, sind aber im Herbst bedeutend schwerer als im Frühling. Ausgenommen von der Mutterfamilie sind Waschbären nachtaktiv und verteidigen keine Territorien. Auch der Waschbär hält – wie der Marderhund – eine Winterruhe. Der Waschbär ist farbenblind, ansonsten ist das Sehvermögen ebenso wie das Hör- und besonders das Riechvermögen gut. Besonders charakteristisch sind die 5 langen Finger bzw. Zehen. Außerdem kann der Waschbär Krankheiten wie z.B. die Staupe auf Haustiere übertragen.

Fortpflanzung / Paarungszeit:

Die Paarungszeit (Ranz) beginnt zeitig im Frühjahr (Februar/März), nach einer Tragezeit von rund 2 Monaten werden 3-5 Junge gebracht. Die Jungtiere bleiben die ersten Wochen in der Setzhöhle, die Fähe geht allein auf Nahrungssuche, später hält sich die Fähe mit ihrem Nachwuchs in ihrem Streifgebiet auf. Weiblicher Nachwuchs verbleibt eher in der Nähe des Geburtsortes, junge Rüden wandern zunächst ab und kommen manchmal auch wieder zu ihren Geburtsorten zurück.

Ernährung:

Der Waschbär ist ein Allesfresser. wobei er mehr Sammler als Jäger ist. Nach jahreszeitlichem Angebot hauptsächlich Schnecken, Würmer, Fische, Frösche, Vögel, Eier aber auch zu ca. 1/3 vegetarische Nahrung wie Nüsse, Obst usw. Die Nahrung wird mit den Vorderpfoten intensiv betastet. Wenn er in Gewässern nach Futter sucht, sieht es so aus, als würde er sein Essen waschen, daher auch der Name Waschbär.

Verbreitung:

Als Neozoon (Neubürger) in Mitteleuropa vorwiegend zur Pelztierzucht eingeführt. Bewohnt werden strukturreiche Laubmischwälder, gerne mit Gewässern in der Nähe. Als Kulturfolger lebt er auch in Vorstädten, Parks und Gärten.