Marderhund (Enok)

Der Marderhund (Nyctereutes procyonoides) ist ein dämmerungs- und nachaktives Raubwild und hält als einziger Hundeartiger eine Winterruhe. Im Frühjahr und im Sommer liegt das Gewicht zwischen 4-6 Kilo, während sie im Herbst Fettvorräte anlegen, so dass sie 6-10 Kilo schwer werden. Auffallend ist seine schwarze Gesichtsmaske, die zwischen den Augen unterbrochen ist, und der Wangenbart. Die Gestalt, Gesichtszeichnung und Haarkleid ähneln dem Waschbären.

Fortpflanzung / Paarungszeit:

Der Marderhund ist monogam und bleibt ein Leben lang im Paar zusammen. Die Paarbildung erfolgt bereits im Oktober, die Ranz selbst fällt in die Monate Februar bis April. Die Tragzeit beträgt 2 Monate, wobei 6-8 Junge gewölft werden. Für die gemeinsame Aufzucht der Jungtiere suchen die Eltern verlassene Bauten von Fuchs und Dachs auf und nutzen diese.

Ernährung:

Der omnivore Marderhund ernährt sich von verschiedenen Beutetieren (Regenwürmern, Insekten, Weichtieren, Amphibien, Reptilien, Nagetieren, Vögel), von Pflanzen (Obst, Wurzeln, Gräser) und auch von Aas.

Verbreitung:

Marderhunde wurden ausgesetzt, mit dem Ziel der Pelzgewinnung, danach verbreiteten sie sich nach Mitteleuropa, nach Norden bis Finnland und nach Süden bis ins Donaudelta. Der erste Nachweis in Österreich wurde bereits 1954 verzeichnet. Heutzutage kommen Nachweise vor allem aus den Nordosten Österreichs. Der Marderhund besiedelt feuchte Laub- und Mischwälder und bevorzugt jene mit viel Unterholz.