Was war diese Woche los bei Jagd Österreich?

Neben einem wichtigen Austausch zur Waffengesetznovelle standen die Vorbereitungen für das Charity Shooting und die Internationale Jagdkonferenz im Fokus. Zudem gibt es neue Inhalte auf Jagdfakten.at, Einblicke aus der europäischen Jagdkommunikation und neue Wildrezepte auf WILD-Oesterreich.at.

Waffengesetznovelle: Wichtiger Austausch mit dem Innenministerium

Die Woche begann mit einem wichtigen Austausch zur aktuellen Waffengesetznovelle. Im Bundesministerium für Inneres (BMI) standen zahlreiche Fragestellungen im Mittelpunkt, die sich aus dem Waffengesetz für den Unterricht an landwirtschaftlichen Fachschulen und die jagdliche Ausbildung ergeben. Ziel war es, Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen und offene Punkte direkt mit der zuständigen Vollzugsbehörde zu klären.

„Die Waffengesetznovelle kommt jetzt zunehmend in der Fläche an und bringt verständlicherweise viele Fragen mit sich. Gemeinsam mit den zuständigen Vollzugsbeamten konnten wir wichtige Punkte für die landwirtschaftlichen Fachschulen und die Jagdausbildung klären. Das schafft Rechtssicherheit und erleichtert die praktische Umsetzung erheblich“, berichtet Jörg Binder, Generalsekretär Jagd Österreich.

Jagd Österreich bedankt sich beim Bundesministerium für Inneres für die konstruktive Zusammenarbeit. Rechtssicherheit ist eine wesentliche Grundlage für eine verantwortungsvolle Jagdausübung und eine qualitativ hochwertige jagdliche Ausbildung.

Charity Shooting: Die letzten Vorbereitungen laufen

Große Teile der Woche standen im Zeichen der Vorbereitungen für das bevorstehende Charity Shooting, das kommenden Freitag, 12. Juni, im Shootingpark Leobersdorf stattfindet. Zahlreiche organisatorische Details wurden abgestimmt, Anmeldungen bearbeitet und die letzten Vorbereitungen abgeschlossen.

„Die vergangenen Tage waren stark von organisatorischen Vorbereitungen mit dem Organisationsteam geprägt. Wir waren und sind in engem Austausch mit dem Shootingpark Leobersdorf. Von den Anmeldungen über die Terminkoordination bis hin zu den letzten Abstimmungen für das Charity Shooting war einiges zu erledigen. Jetzt freuen wir uns auf eine erfolgreiche Veranstaltung“, sagt Johanna Flir, Assistentin der Geschäftsführung bei Jagd Österreich.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen sich im Shootingpark Leobersdorf auf einen besonderen Tag im Zeichen von Jagd, Sport und Naturschutz freuen. Neben dem Teamschießen auf Wurfscheiben erwarten die Teilnehmer hochwertige Preise im Gesamtwert von über 65.000 Euro, die im Rahmen der Verlosung und Versteigerung vergeben werden.

Der gesamte Erlös der Veranstaltung kommt der Österreichischen Wildtierstiftung zugute. Wir freuen uns auf einen erfolgreichen, geselligen und unvergesslichen Tag in Leobersdorf!

Internationale Jagdkonferenz in Salzburg: Anmeldung noch möglich

Parallel zu den Vorbereitungen für das Charity Shooting laufen bei Jagd Österreich auch die organisatorischen Arbeiten für die 59. Internationale Jagdkonferenz, die am 26. Juni 2026 im Hotel Friesacher in Anif bei Salzburg stattfindet. – Sie möchten dabei sein? Plätze sind noch verfügbar. Informationen zur Anmeldung unter dem Bild.

Bereits am Vorabend, dem 25. Juni, sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich zum Begrüßungsabend mit Sektempfang ab 19:00 Uhr sowie anschließendem gemeinsamen Abendessen eingeladen.

Die Internationale Jagdkonferenz zählt seit Jahrzehnten zu einer wichtigen Plattform für den fachlichen und jagdpolitischen Austausch. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Herausforderungen der Jagd sowie Zukunftsfragen rund um Öffentlichkeitsarbeit, Ethik, Naturschutz und Interessenvertretung.

Maßgeblich forciert wird die diesjährige Internationale Jagdkonferenz von Anton Larcher, Präsident von Jagd Österreich und Landesjägermeister von Tirol. Die Weiterentwicklung der Konferenz und die Stärkung des internationalen Austauschs innerhalb der europäischen Jägerschaft sind ihm ein besonderes Anliegen.

Auf dem Programm stehen unter anderem:

  • Vortrag von Dr. Alexander Schwab zum Thema „Tierethik vs. Weidgerechtigkeit“
  • Podiumsdiskussion zu moderner Öffentlichkeitsarbeit, Verantwortung und Ethik mit Expertinnen und Experten aus Jagd und Gesellschaft
  • Best-Practice-Beispiele und Erfahrungsaustausch
  • Keynote von Alexander Stärker zu den Herausforderungen für Jagd und Grundeigentum
  • Aktueller jagdpolitischer Lagebericht
  • Diskussion zur Neuaufstellung der Internationalen Jagdkonferenz
  • Aktuelle Entwicklungen in Europa und den Mitgliedsstaaten

Die Konferenz beginnt am Freitag um 9:00 Uhr und endet voraussichtlich um 17:00 Uhr. Den Ausklang bildet der gemeinsame Green Evening ab 19:30 Uhr.

Anmeldungen sind weiterhin möglich unter: office@jagd-oesterreich.at

Jagd Österreich freut sich auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie einen spannenden internationalen Austausch zu den Zukunftsthemen der Jagd.

Europäischer Austausch zur Jagdkommunikation

Auch auf europäischer Ebene war Jagd Österreich in dieser Woche aktiv vertreten. Michaela Landbauer nahm für Jagd Österreich am digitalen Meeting der FACE Communications Working Group teil.

FACE (European Federation for Hunting and Conservation) vertritt die Interessen von rund sieben Millionen Jägerinnen und Jägern in Europa. Im Rahmen des regelmäßigen digitalen Austauschs der Working Groups diskutierten die Kommunikationsverantwortlichen vieler europäischer Jagdverbände aktuelle Herausforderungen und Chancen der Öffentlichkeitsarbeit.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Leistungen der Jagd für Wildtiere, Lebensräume und die Gesellschaft noch besser vermittelt werden können. Ein zentrales Ergebnis des Treffens war, dass erfolgreiche Kommunikation vor allem auf glaubwürdigen Informationen, verständlichen Inhalten und praxisnahen Beispielen basiert.

„Ein wichtiges Ergebnis des Austauschs war, dass guter Content nicht möglichst viele Likes generieren muss, sondern vor allem informieren und Vertrauen schaffen soll. Gerade bei jagdlichen Themen ist es entscheidend, Menschen auch außerhalb der Jagd mit verständlichen und fundierten Informationen zu erreichen“, so Michaela Landbauer, verantwortlich für Social Media, Öffentlichkeitsarbeit und digitale Kommunikation bei Jagd Österreich.

Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung konkreter Beispiele aus den Bereichen Lebensraumverbesserung, Wildtiermonitoring, Naturschutzmaßnahmen, Jagdhundewesen und nachhaltige Nutzung regionaler Wildbretressourcen. Ebenso wurde die Rolle einer authentischen Bildsprache betont, die die vielfältigen Leistungen der Jagd sichtbar macht.

Neue Inhalte auf Jagdfakten

Haben Sie gewusst, dass auf jagdfakten.at wöchentlich neue Inhalte veröffentlicht werden?

Gleichzeitig laufen bereits die Arbeiten an weiteren Artikeln und Interviews mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis.

„Ich habe in den vergangenen Tagen mehrere Interviews mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geführt. Daraus entstehen neue Beiträge, die in den kommenden Wochen auf Jagdfakten veröffentlicht werden und aktuelle Erkenntnisse rund um Wildtiere, Lebensräume und Jagd vermitteln“, berichtet Michaela Landbauer.

Die neu veröffentlichten Beiträge behandeln folgende Themen:

„Aktuell arbeite ich am Steckbrief zur Alpendohle. Unser Ziel ist es, Wissen über heimische Wildtierarten verständlich und wissenschaftlich fundiert aufzubereiten. Wir freuen uns über alle Besucherinnen und Besucher auf jagdfakten.at“, so Viktoria Toff, Wildtierökologin bei Jagd Österreich.

Der Steckbrief zur Alpendohle wird in Kürze veröffentlicht.

Neue Wildbret-Rezepte und Spitzenkoch Vitus Winkler

Für alle Freunde der Wildküche gibt es auf wild-oesterreich.at ebenfalls schmackhafte Neuigkeiten.

Ein besonderes Highlight ist das aktuelle Interview mit Spitzenkoch Vitus Winkler. Der Salzburger wurde mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet und von Gault & Millau zum „Koch des Jahres“ gekürt. In seinem „Kräuterreich“ denkt er Küche konsequent von der Natur aus und verbindet Wildbret, Wildkräuter und regionale Zutaten auf außergewöhnliche Weise.

Lesen Sie dazu: Wildkräuter & Wildbret: Das unterschätzte Perfect Pairing – Interview mit Vitus Winkler

Im Gespräch spricht Vitus Winkler über die Verbindung von Wild und Wildkräutern, nachhaltige Kulinarik und die Bedeutung heimischer Lebensmittel. Passend dazu finden Leserinnen und Leser auf Wild-Oesterreich.at auch ein einfach nachzumachendes Wildrezept: Rehrücken à la Vitus Winkler

Mit freundlicher Unterstützung des Oberösterreichischen Landesjagdverbandes wurden außerdem zwei neue Rezepte veröffentlicht: ein Dachsbraten mit Kartoffelknödel und warmem Krautsalat sowie ein Duett von Reh und Wildschwein. Darüber hinaus wurde ein weiteres Wildgericht mit Rehrücken, Wildschwein, geschmorten Ofenkarotten, Herzoginkartoffeln und Sauce Choron veröffentlicht.

Die Rezepte zeigen einmal mehr die kulinarische Vielfalt heimischen Wildbrets und liefern Inspiration für die saisonale Wildküche.

FACE-Update: Aktuelle Entwicklungen auf EU-Ebene

Der aktuelle Mai-Bericht von FACE zeigt einmal mehr, wie stark jagdpolitische Themen heute auf europäischer Ebene gestaltet werden.

Besonders im Fokus stehen derzeit das Wildtiermonitoring, die Tiergesundheit sowie die Diskussionen rund um die künftige Regulierung von Jagdmunition. Gemeinsam mit Jagdorganisationen aus mehreren europäischen Ländern werden aktuell erstmals die „European Quail Monitoring Days“ durchgeführt. Ziel ist eine wissenschaftlich fundierte Erhebung der Wachtelbestände, um belastbare Daten für Forschung, Management und nachhaltige Nutzung zu gewinnen.

Auch die Tiergesundheit bleibt ein zentrales Thema. Europaweit wurden bereits tausende Ausbrüche der Vogelgrippe registriert. Gleichzeitig stellt die Afrikanische Schweinepest weiterhin eine große Herausforderung dar. Jägerinnen und Jäger leisten dabei einen wichtigen Beitrag zum Monitoring, zur Kadaversuche und zur Seuchenprävention.

Darüber hinaus wird die geplante Beschränkung von Bleimunition im Rahmen der REACH-Verordnung weiterhin intensiv diskutiert. Die Entwicklungen zeigen deutlich, wie wichtig eine starke Interessenvertretung der Jagd auf europäischer Ebene ist und wie eng nationale und europäische Jagdpolitik heute miteinander verknüpft sind.

Wir wünschen allen Jägerinnen und Jägern sowie unseren Leserinnen und Lesern ein schönes Wochenende und ein kräftiges Weidmannsheil!