Murmeltier2018-04-30T19:18:48+00:00

Das Murmeltier

Das Murmeltier gehört zu den Nagetieren der Familie der Hörnchen. Es besitzt einen sehr breitgedrungenen Körperbau. Die Hinter- und Vorderextremitäten sind ungefähr gleich lang. Murmel haben einen kräftigen Knochen- und Muskelbau. Der kurze und breite Kopf sitzt auf einem sehr kurzen, beweglichen Hals. Auf dem schwarzgrauen Köpfchen sitzen kleine, sehr stark behaarte Ohren. Der Rücken ist gelbbraun bis graubraun, die Bauchseite des Fells ist gelblichbraun. Das Murmeltier besitzt einen rotbraunen, 15 bis20 Zentimeter langen Schwanz („Rute“), dessen letztes Drittel schwarz gefärbt ist. Zum Graben seiner Baue hat das Murmel starke Krallen, und zwar je fünf an den Hinterpfoten und jeweils vier an den Vorderpfoten. Ein Fellwechsel findet beim Murmel nur einmal pro Jahr, nach dem Winterschlaf, statt. Gesichts-, Geruchs- und Gehörsinn sind beim Murmel besonders ausgeprägt.

Fortpflanzung / Paarungszeit (Bärzeit):
Die Paarungszeit der Murmeltiere wird Bärzeit genannt und findet unmittelbar nach Ende des Winterschlafes im Mai statt. Geschlechtsreif werden Murmel im Alter von zwei Jahren. Die Tragzeit beträgt rund 34 Tage. Zwischen Juni und Juli bringt die Katze dann bis zu sechs nackte, nichtsehende, zahnlose und zuerst taube Junge auf die Welt. In meist am Rande einer Wohnkolonie gelegenen Wurfbauten werden diese Jungen dann sechs Wochen lang gesäugt. Ein Jahr lang setzt das Muttertier meist mit einer neuerlichen Paarung aus und widmet sich der Aufzucht ihrer noch nicht selbständigen Jungen.

Ernährung:
Im Frühjahr, nach dem Winterschlaf, ernähren sich die Murmel hauptsächlich von Wurzeln und Knollen. Später nehmen sie krautartige Nahrung zu sich. Im kurzen Alpensommer folgen Gräser, Blüten, Samen und Früchte. Pro Tag benötigt das erwachsene Murmeltier ca. 1,2 Kilogramm Grünmasse. Diese Nahrung wird mit den immer nachwachsenden Nagezähnen abgebissen und mit den Backenzähnen zermahlen und zerkleinert.

Verbreitung:
Das Murmeltier kommt in den meisten Gebirgsstöcken der Alpen vor und besiedelt die Blockhalden und Gletscherrandgebiete. Murmel leben das ganze Jahr über gesellig in Wohnkolonien in weitverzweigten, unterirdischen Gemeinschaftsbauten. Früher wurden sie vom Menschen wegen der heilsamen Wirkung des Fettes stark gejagt.