Sikawild2018-12-04T09:20:50+00:00

Das Sikawild

Das Sikawild zählt zur Familie der Hirsche bzw. zur Unterfamilie der Echthirsche, zu denen auch z.B. der Damhirsch, Rothirsch und Wapiti gehören. Diese Wildart ist ursprünglich ein aus Ostasien stammender Hirsch, welcher im 19. Jahrhundert in Europa eingebürgert und später auch ausgesetzt wurde.

Hauptmerkmale:
Das Sikawild ist im Verhältnis zum Rotwild deutlich kleiner und ähnelt in Größe und Gewicht eher dem Damwild. Der Körperbau ist jedoch kompakter und gedrungener als beim Damwild und das Haupt erscheint im Verhältnis zum Wildkörper relativ klein. Es erreicht eine Körperlänge von etwa 1,2 bis 1,5 Meter und kann bis zu 80 kg schwer werden.

Die Sommerdecke ist rostbraun und mit weißen Flecken versehen. Die Flecken verblassen mit dem Haarwechsel zur dunkelbraunen bis grauen Winterdecke. Die Hirsche bilden zudem eine dichte Halsmähne aus. Der charakteristische schwarze Aalstrich entlang der Wirbelsäule ist in beiden Färbungen gut erkennbar. Besonderes Kennzeichen ist der extrem hell erscheinende Spiegel, dessen Haare aufgespreizt werden können (Signalwirkung). Ein weiteres Merkmal ist das schwach ausgeprägte Geweih – Geweihstufen über das Achtergeweih hinaus sind äußerst selten.

Fortpflanzung und Brunft:
In der Brunftzeit, in den Monaten Oktober und November sind schrillende Pfeiflaute von Hirschen zu hören. Zu dieser Zeit verteidigen die Platzhirsche ihr Brunftterritorium – rivalisierende Auseinandersetzungen sind allerdings äußerst selten. Zum Vergleich mit dem Rotwild sind Sikahirsche weniger gesellig. Größere Rudel bilden sich daher nur in der Paarungszeit und es kann auch zu Kreuzungen zwischen Sikawild und Rotwild kommen. Nach einer Tragzeit von 7,5 bis 8 Monaten, wird in den Monaten Mai bis Mitte Juli ein einzelnes Kalb gesetzt. Zwillinge sind eher die Ausnahme.

Ernährung:
Die Ernährung ist der des Rotwildes ähnlich; neben Kräuter, Gräser, Knospen, Zweige, Rinde „lieben“ sie Beeren.

Daher ist das Sikawild in der Nahrungswahl etwas anspruchsvoller und sucht energiereichere Nahrung, das wiederum zum Teil bei nicht angepassten Wildbeständen zu erheblichen Schäden durch Verbiss und Schälen von Rinde entstehen.

Verbreitung:
Sikahirsche sind eine sehr anpassungsfähige Wildart. Vom Flachland bis ins Mittelgebirge bevorzugen sie Wälder mit dichtem Unterholz, aber auch Feuchtgebiete oder Offenlandflächen. Bei Wasserstellen suhlt es gerne.

Fotocredit: Pixabay