Bisamratte

Die Bezeichnung Bisamratte (Ondatra zibethicus) ist irreführend, denn zoologisch gesehen ist die Bisamratte keine Rattenart, sondern die größte und am meisten an ein Wasserleben angepasste Wühlmaus. Der Bisam ist kleiner als eine Nutria oder ein Biber aber größer als eine Wanderratte. Der Schwanz ist fast so lang wie der Körper und seitlich zusammengedrückt, womit er sich deutlich von jenem des Bibers (flach) und dem des Nutrias (rund) unterscheidet. Er hat wasserdicht verschließbare Ohren, deren Ohrmuscheln tief im Fell versteckt liegen. Obwohl seine hinteren Pfoten im Gegensatz zu Bibern und Nutrias keine Schwimmhäute aufweisen, ist der Bisam ein geschickter Schwimmer und Taucher. Das Fell ist sehr dicht und wasserabweisend.

Fortpflanzung / Paarungszeit:

Während der Fortpflanzungszeit besetzen Bisamratten ein Revier, das sie gegen ihre Artgenossen auch verteidigen. Die Größe des Reviers ist abhängig von den jeweiligen Nahrungsbedingungen. In klimatisch begünstigten Lebensräumen kann sich die Bisamratte das gesamte Jahr über fortpflanzen. Die Tragezeit beträgt 30 Tage, wobei die Würfe aus 4-9 Jungen bestehen. Im folge Jahr sind die Jungtiere wiederum geschlechtsreif.

Ernährung:

Hauptsächlich werden vor allem Wasser- und Uferpflanzen, aber auch manchmal Muscheln, Krebse oder tote Fische gefressen.

Verbreitung:

Der Bisam ist eine ursprünglich ausschließlich in Nordamerika beheimatete Nagetierart, die sich über fast ganz Europa und Asien ausgebreitet und als neue Art (Neozoon) etabliert hat. In Österreich kommt die Bisamratte in allen Bundesländern vor, vor allem entlang von Kleingewässern und Teichen in tieferen Lagen.