Nutria

Die Nutria (Myocastor coypus), auch Biberratte genannt erinnert sehr stark an den heimischen Biber, jedoch sind sie mit einer Körperlänge von bis zu 65 cm und einem Gewicht von bis zu 10 Kilo kleiner als adulte Biber. Ihr runder, schuppenbedeckter, kaum behaarter Schwanz hat zudem eine Länge von etwa 30 bis 45 cm. Im Gegensatz zum Biber hat die Nutria an den Hinterfüßen nur jeweils zwischen den ersten vier Zehen Schwimmhäute. Auffällig ist bei erwachsenen Tieren auch die orange Färbung der Nagezähne – diese wird durch Eiseneinlagerung hervorgerufen, sowie die vielen leuchtend weißen langen Schnurrhaare und die gut erkennbaren unbehaarten Ohren. Die Fellfarbe ist rötlichbraun, an der Bauchseite leicht gräulich.

Fortpflanzung / Paarungszeit:

Sie leben monogam und können sich zu jeder Jahreszeit fortpflanzen, wobei 2-3 Würfe im Jahr möglich sind. Nach einer Tragzeit von 19 Wochen bringt das Weibchen 6 bis 8 sehr weit entwickelte, sehende und voll behaarte Junge zur Welt, die nach 5 Monaten geschlechtsreif sind. Eine Besonderheit sind die Zitzen, diese liegen so hoch an den Flanken, beiderseits des Rückgrats, damit die Jungen auch säugen können, während ihre Mutter im schützenden Wasser schwimmt.

Ernährung:

Nutrias ernähren sich überwiegend vegetarisch, wonach sie hauptsächlich Blätter, Stängel und Wurzeln von Wasserpflanzen fressen. Selten ernähren sie sich aber auch von Schnecken, Würmern und Süßwassermuscheln.

Verbreitung:

Nutrias wurden wegen ihres Pelzes in Zuchtfarmen gezüchtet. Ursprünglich sind sie eine aus Nordamerika stammende und in Mitteleuropa eingebürgerte Nagetierart. Sie errichten ihre Bauten in den Uferböschungen von Fließ- und Stillgewässern mit ausgeprägter Unterwasservegetation. In Österreich sind sie entlang der March, Thaya, Leitha und Fischa zu finden.